Auftritt des Teatro Trono: "Das Land, in dem es kein Unrecht gibt"

„Das Land, in dem es kein Unrecht gibt“: Teatro Trono aus Bolivien zeigt am 28. Oktober 2021 um 19:00 Uhr zusammen mit Schüler:innen des  UNESCO-Weltkulturkurses der Jahrgangsstufe 9 ein Theaterstück zu den Themen Migration und Rassismus. Es gilt die 3G-Regel, wobei Schüler:innen keinen Testnachweis benötigen.

(Elenor Kern-Elversheim, 4. Oktober 2021)

Informationen zum Auftritt des Teatro Trono

In der Zeit vom 24. – 29. Oktober  2021 werden acht Mitglieder des Teatro Trono aus Bolivien am Hansa-Gymnasium zu Besuch sein. Sie führen einen Theaterworkshop mit den Schüler:innen des UNESCO-Weltkulturkurses der 9. Jahrgangsstufe durch und bereiten in diesem zwei  Aufführungen vor: Am Donnerstag, 28.10. 2021 um 19 Uhr findet eine Aufführung in der Aula statt, zu der alle interessierten Schüler:innen, Eltern und Freund:innen des Hansa Gymnasiums eingeladen sind. Am Freitag, 29. Oktober 2021 findet vormittags (3.und 4. Stunde)  eine weitere Aufführung vor den 6. Klassen statt. Zustande gekommen ist der Besuch des Teatro Tronos am Hansa-Gymnasium durch die Zusammenarbeit mit der kinderkulturkarawane und CULPEER4Change.

Es  wird bestimmt eine sehr interessante und lebendige Theaterveranstaltung! Wir freuen uns auf Sie und auf Euch!!!

Informationen zum Stück "Das Land, in dem es kein Unrecht gibt"

Zwei Menschen machen sich auf den Weg, um das „Land ohne Unrecht“ zu suchen. Die eine Person immigriert vom Land in die Stadt und die andere von einem Land zum anderen. Irgendwann kreuzen sich die Linien ihrer Leben und sie teilen ihre Migrationserfahrungen miteinander. Obwohl sie die Fülle von Diskriminierung aufgrund ihrer Herkunft, rassistischer Motive und Fremdenfeindlichkeit erfahren haben, geben die beiden ihre Reise auf der Suche nach dem Land, in dem es kein Unrecht gibt, nicht auf. Für sie ist es etwas Natürliches, von einem Ort zum anderen zu ziehen, weil sie es so von ihren Vorfahren geerbt haben.
„Egal, was der Grund ist, egal, was sie zu tun haben, die Menschen werden gemeinsam die Grenzen überwinden.“.   

Informationen zum Teatro Trono

"El Mañana es Hoy – Die Zukunft beginnt heute" ist das Motto, unter dem sich Teatro Trono vor mittlerweile mehr als 20 Jahren zusammengefunden hat: nicht auf zukünftige Veränderungen warten, sondern sie heute tatkräftig selbst in die Hand nehmen. Die damaligen Straßenkinder aus einer Erziehungsanstalt von El Alto begannen unter Leitung des Sozialarbeiters und Theaterpädagogen Ivan Nogales, Theater zu spielen und ihren -oft unaussprechlichen- Erfahrungen Ausdruck zu verleihen. Die Kinder gingen bald mit einem dermaßen großen Engagement ans Werk, das sie alles, was sie sahen – sei es in der Nachbarschaft, in den Slums oder in Filmen und im Fernsehen – in ihren Stücken verarbeiteten. Heute verkörpert Teatro Trono Volkstheater auf hohem Niveau. Mit ihrer ausdrucksstarken Körpersprache kreiert die Gruppe Bilder auf der Bühne, die die Botschaften der Stücke auch ohne verbale Sprache vermitteln kann. Dabei beherrschen die jungen SchauspielerInnen Pantomime genauso wie das „klassische“ Theaterspiel. Clowning, Zirkustechniken und Masken haben in ihren Stücken eine ebenso bedeutende Rolle wie die (meist traditionelle) Musik. 


COMPA - "Comunidad de productores de artes" hat seine Wurzeln im TEATRO TRONO. Durch die kulturelle Arbeit von Teatro Trono in El Alto ermutigt, traten auch andere "kulturproduzierende Gruppen" in El Alto an die Öffentlichkeit. Seitdem wuchs COMPA sehr schnell. COMPA nutzt diesen Prozess mit viel Kreativität und mit der Einbindung vieler junger Leute.


COMPA betreibt seit Jahren in El Alto ein eigenes Kulturhaus mit regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen. Man kann das Kulturhaus als permanentes Lehr- und Kreativzentrum definieren, ein Mittelpunkt für Phantasie und Experimentierfreude für Kinder und Jugendliche. Es ist das erste unabhängige Kulturhaus in El Alto. Inzwischen gibt es weiteres „Stadtteil-Kulturhaus“ im 4. Bezirk von El Alto, sowie ein Jugendkulturhaus im 6. Bezirk der Stadt.