Cluster und Offene Lernlandschaft – Unterricht neu denken im neuen Raumkonzept

Mit dem Um- und Neubau unserer Schule am Hansaring 56 und dem dadurch entstehenden pädagogischen Raumkonzept stehen wir vor neuen Herausforderungen aber auch sehr vielfältigen Möglichkeiten.

Das neue Hansa

Das Clusterkonzept der Sekundarstufe I

Cluster in der Sekundarstufe I

In der Sekundarstufe I  werden die Schülerinnen und Schüler in Jahrgangsclustern organisiert sein: Zwar gibt es auch dann noch traditionelle Klassen mit einem jeweiligen Stammraum, aber darüber hinaus Mehrzweck- und Differenzierungsräume und einen großzügig nutzbaren Flurbereich. So können wir  den Unterricht flexibel gestalten und öffnen: Wir arbeiten in vielen Fächern parallel, sodass die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Klassen in unterschiedlichen Gruppierungen zusammen arbeiten können, in den Differenzierungs- und Mehrzweckräumen aufeinandertreffen, thematisch arbeiten und sich Ergebnisse präsentieren können.

Flurbereich im Cluster der Sekundarstufe I

Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt auch die Einrichtung mit einem Mobiliar, das die Lernräume zu einer Lernheimat werden lässt: Sitzgruppen und Sitzkissen machen die Lernbereiche zu Orten der Kommunikation oder des Lesens und Nachdenkens, eine variable Einrichtung der Räume erlaubt abwechslungsreiche Arrangements.

Innere und äußere Differenzierung - dies üben wir schon jetzt in der beengten Raumsituation des Abendgymnasiums, vor allem in den Stufen 5 bis 7.

Hier Beispiele für das, was wir zurzeit schon umsetzen, aus der Unterrichtspraxis der 5 und 6

Wir wollen

  • die Schülerinnen und Schüler für kommende unterrichtliche Herausforderungen sensibilisieren
  • neue Unterrichtsmodelle ausprobieren
  • offenere und kooperative Lernformen praktisch umsetzen (Clusterraum)
  • eine enge Teamarbeit der unterrichtenden Lehrkräfte ermöglichen.

Der 5. Jahrgang hat nun schon im dritten Jahr einen „Clusterraum“, der mit Sitzsäcken und Sofa ausgestattet ist.

Für die 6er und 7er verfügen wir zwar nicht über einen Raum mit entsprechender Möblierung, haben aber immerhin im Raum- und Stundenplan jeweils einen Raum auf der Etage für die Deutsch- und Mathematikstunden freigeblockt, der für die innere und äußere Differenzierung genutzt werden kann.

Wir freuen uns darauf, das Konzept im renovierten Gebäude – dann auch mit einer entsprechenden Ausstattung – für die gesamte Sekundarstufe I fruchtbar machen zu können und neue Wege zu gehen.

Offene Lernlandschaft in der Oberstufe

Offene Lernlandschaft - Lernatelier in der Sekundarstufe II

Neu denken wollen wir auch den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Hier betreten wir wirklich Neuland und wollen eine Entwicklung hin zu einem zeitgemäßen Konzept des Oberstufenunterrichts anstoßen: eine Offene Lernlandschaft, mit neuen Lern- und Zeitmodellen, anregenden und vielseitigen Lernarrangements. Hierbei werden wir von der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft unterstützt.

Wichtige Aktivitäten der Lernenden und Lehrenden in der Lernlandschaft:

  • Erklären: selber anderen etwas erklären oder sich etwas erklären lassen  (z.B. durch die Lehrkraft, traditionelle Instruktion) oder durch Mitschüler/innen
  • recherchieren
  • sich etwas selbstständig / aktiv aneignen (in Einzelarbeit oder im Team)
  • planen
  • experimentieren, etwas gestalten
  • etwas präsentieren
  • kooperieren und kommunizieren