Auf in die Eifel – das Arbeitswochenende im Landheim

Zweimal im Jahr hat unser Landheim Gäste, die keine Erholung vom harten Schulalltag suchen. Sie  folgen dem Ruf des Fördervereins: "Unser Landheim soll schöner werden!" Dr. Thomas Bierke berichtet davon, was alles vom 4. bis zum 6. November passierte.

Freitag: Auf zum Schloss hinter den Bäumen

Spätestens Freitagnachmittag werden Arbeits- und Schlafsachen ins Auto geladen und die Fahrt aufs Land geht los. Nach einem kleinen Stau hier und etwas zähem Verkehr da sind zwei Stunden rasch vorbei – es ist grüner aber auch ziemlich menschenleer geworden. Doch dann erhebt sich Schloss Bouvier hinter den Bäumen, die ersten Helfer sind schon da und begrüßen freudig die Neuankömmlinge. Nach dem Auspacken werden schon erste Arbeiten verteilt, doch der Abend steht im Zeichen des gemütlichen Beisammenseins. Aber am nächsten Morgen geht es früh aus den Federn. Dr. "Säge" kann es kaum erwarten, die Hebebühne piepst  in schrillen Tönen und will einfach nicht ausfahren. Erst als alle Notausknöpfe überwunden sind, erhebt sich der Herr über die Motorsäge in die Kronen der Bäume und lässt die Säge jaulen. Auch der langanhaltende Nieselregen kann ihn nicht aufhalten…

Samstag: Es wird licht

Unterdessen fallen erste Äste und Zweige, sie nehmen den Weg durch zahlreiche helfende Hände direkt ins große Lagerfeuer. Bis zum Nachmittag sind die Bäume gelichtet oder ganz von der Bildfläche verschwunden. Das Haus bekommt mehr Sonnenlicht und -wärme. Ein trockenes Gemäuer machts Häusle wen'ger teuer.
Doch auch im Inneren des Hauses wird an allen Ecken und Enden gehämmert, geklopft, gestrichen, geschraubt und geschleppt. Das Büro der Verwaltung muss saniert werden. Also Möbel raus, Fußboden auch und dann mit aller Gründlichkeit wieder hinein. Sonntag Nachmittag ist alles wieder an seinem Platz, das wäre geschafft. Doch was ist mit den Rauchmeldern? Die tun es der Hebebühne gleich und piepsen in allen Tonlagen. Aber nur zur Probe! Sie sind die neuste Errungenschaft unseres Landheims und wachen seit Samstag im ganzen Haus verteilt über uns.

Samstag/Sonntag: An der Wärme des Feuers

Immer wieder stampfen schwere Schritte die Treppen rauf und runter. Alles muss raus?! Nein, nur die alten Sofas aus den Aufenthaltsträumen. Und nicht zu vergessen, Teile der sanitären Einrichtung. Irgendwann hat alles seine Nutzungsdauer erreicht und weicht neueren und schöneren "Sitzgelegenheiten" :-)
Ein langer, arbeitsreicher Tag neigt sich dem Ende zu. Der Regen hat längst aufgehört, die Sonne war kurz draußen doch nun senkt sich unaufhaltsam die Nacht über Niedersgegen. Aber das Feuer, es leuchtet noch! Hier finden sich nun die vielen fleißigen Helfer ein, genießen ein wohl verdientes Erfrischungsgetränk oder die Ruhe nach dem anstrengenden Tag. Gemütlich geht der Abend zu Ende. Am Sonntag erfolgen noch einige kleinere Arbeiten, dann geht es zurück in die Millionenstadt am Rhein, zurück ans Hansa oder in den Job.
Bis zum nächsten Mal, es war schön mit Euch allen!
(Dr. Thomas Bierke, Lehrer)