Kunterbuntes Schulfest am Hansa-Gymnasium bei Sonnenschein

Am Samstag, den 24. September 2016, fand am Hansa das jährliche Schulfest statt, dieses Mal unter dem Motto "Willkommen am Hansa." Es war ein farbenfrohes Fest mit besonders guter Stimmung, vielen interessanten Aktionen und köstlichen Leckereien. Lino aus der Stufe Q1 sieht das so:

Schulfest: die größte Attraktion des Jahres oder sollte ich eher sagen, ein geklauter Samstag und viel Stress, Organisation und Aufruhr unter den Klassen, Schülern und Lehrern. Wenn man nun schon lang genug am Hansa ist und nun sein siebtes Schulfest miterlebt hat, dann kennt man langsam die verschiedenen Typen eines solchen Festes: Da sind zum einen die Neuen oder auch die Unterstüfler, die geschminkt, lachend, schreiend und laufend ihre Bons durch die Gegend werfen, sich eine Überdosis Ungesundes reinpfeffern und alles ausprobieren wollen, was nur geht. Doch an alle Fünft-, Secht- und Siebtklässler: glaubt mir - spätestens ab der Achten merkt ihr, dass jedes Jahr die gleichen Stände vorhanden sind und es Jahr für Jahr weniger Spaß macht. Der andere Typ Schüler sitzt gelangweilt seine Schichten ab, guckt alle fünf Minuten auf die Uhr und sagt, wie gern er doch nun im Bett läge oder wie sehr es ihn nerven würde hier und nicht zu Hause zu sein. Bei den Lehrern ist es eigentlich ähnlich, nur sie verstehen die besondere Kunst, es nicht zu zeigen.

Die zwei größten Unterschiede zu den letzten Jahren waren jedoch einmal, dass "viel mehr los ist" sagt mir Phillip (Schüler der Q1, Schülersprecher, Hako-Redakteur und was weiß ich nicht alles) und dass es anstatt eines Bobbycar-Rennens ein Klobürsten-Hockey gab. Und wofür das alles? "Für einen Schultag frei," sagt mir ein Schüler der fünften Klasse, der mir seinen Namen partout nicht verraten wollte, und zwar "aus anonymen Gründen." Aber das kann doch nicht alles sein, da muss doch mehr dahinterstecken.

Wenn man mal ein paar Essensräume, Infostände und Sinnestests weitergeht, entdeckt man Leute, die sich ernsthaft mit wichtigen Themen auseinander gesetzt haben, wie etwa die UNESCO- oder Menschenrechts-AG. Diese Präsentation hat mir persönlich besonders gut gefallen. Hier habe ich wirklich was gelernt, was ich vorher nicht geglaubt hätte. Es ging um die Verteilung der Flüchtlinge in der ganzen Welt. Danach haben wir uns angeschaut, wie und wo der Reichtum der Welt verteilt ist und noch viele andere interessante Aspekte kennengelernt. Man hat durchaus gesehen, warum wir uns stolz "UNESCO-Projektschule" nennen dürfen: Hier am Hansa setzten sich Schüler in Fahrten und Projekten intensiv mit dem Thema "Menschenrechte" auseinander. Hier prägt sich der UNESCO-Gedanke wirklich in den jungen Köpfen der Schüler ein. Hier wird nicht nur zum Wohl der Schule, hier wird auch zum Wohl hilfebedürftiger Menschen mit Bons um sich geworfen. Hier werden Kontakte mit Menschen in anderen Ländern geknüpft. Da wundert es auch nicht, dass als feierlicher Programmpunkt ein symbolischer Scheck über die Einnahmen des letzten Schulfestes (1600 € !) an den Kölner Flüchtlingsrat e. V. übergeben wurde.

Jede Mutter, jeder Vater, jeder Lehrer, jeder (ehemalige) Schüler und jeder weitere Besucher ist vielleicht aus einem anderen persönlichen Anlass erschienen. Doch eines wird deutlich: Die Kommunikation, das Kennenlernen neuer, ebenso wie das Wiedersehen alter Bekannter steht unter dem großen Begriff "Gemeinschaft" (oder auch "UNESCO" - wie man's nimmt). Das ist das, was das Hansa-Schulfest doch eigentlich ausmacht.
(Lino Rosa Voigtländer, Schüler der Stufe Q1)